Stolpersteine in Bad Wildungen


Der Idee, das Projekt der „Stolpersteine“ auch in Bad Wildungen zu verwirklichen, stimmten Ende 2005 etwa 50 Menschen im Rahmen einer Bürgerversammlung zu. Seither wurden in mehreren Etappen (2006, 2007, 2008, 2012, 2014, 2018 und 2019) insgesamt 92 Steine in der Badestadt verlegt. Damit ist Bad Wildungen die erste Gemeinde im Landkreis Waldeck-Frankenberg, die die „Stolpersteine“ realisiert hat.

Immer wieder wird der Thematik mit verschiedenen Veranstaltungen gedacht: So gab es Ausstellungen (Fotos des jüdischen Friedhofs, Interviews mit Überlebenden und deren Kindern, ehemalige Synagoge), Vorträge (Karl Heinz Stadtler, Vöhl; Gunter Demnig, Köln), Zeitzeugengespräche (Blanka Pudler aus Budapest, Richard Oppenheimer aus den USA, Gershon Willinger aus Kanada), Rundgänge zu den „Stolpersteinen“ (historisch, aber auch kulturell und literarisch), Aufsätze, Zeitungsartikel und Publikationen (siehe auch Literaturverzeichnis), Filmvorführungen (David Blum, Haifa; Dörte Franke, Berlin), Putzpaten und -aktionen (etwa mit Schülern der Ense- und der Mathias-Bauer-Schule in Bad Wildungen sowie der Alten Landesschule in Korbach) sowie Theateraufführungen (zur Pogromnacht und zur Vertreibung der letzten Juden aus Bad Wildungen).